Testbericht GENELEC 8260A

Von Wolfram Eifert - Stereoplay 7/2011

Stereoplay 7/11
Stereoplay 7/11

Im Hörraum der Tester belegten die 8260 die bewährte wandferne Position. Dank der freien Aufstellung und der guten akustischen Bedingungen fielen die Eingriffe recht moderat aus. Die Aktivmonitore klangen bereits in der Werkseinstellung sehr überzeugend, dennoch brachte die Linearisierung eine deutliche Steigerung. Der Abbau raumbedingter Spitzen führte zu einer höheren Basspräzision, die auch dann erhalten blieb, wenn die Tester den nach der Einmessung deutlich leiseren Bass durch eine breitbandige Anhebung tiefer Frequenzen fülliger gestalteten.

Hauptgewinner der Optimierung aber waren Neutralität und räumliche Staffelung, die unerwartet klar zulegten. Den a cappella gesungenen Gospel­Klassiker „Grandma‘s Hands“ mit Leadsänger Livings­ton Taylor (Chesky/in­akustik) servierten die Monitore mit einer Selbstverständlichkeit und Attacke, die über herkömmliche Passivboxen und Verstärker bei vergleichbaren Kosten kaum zu erzielen sein dürfte. Die räumlichen Dimensionen der stimmgewaltigen Gruppe reichten über die Basisbreite der Boxen hinaus und waren doch klar umrissen. Die vielen blitzschnellen Wechsel zwischen laut und leise kamen mit atemberaubender Deutlichkeit und fern jeder Kompression oder Verdeckung.

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